• Wirtschaftsregion Südwest - Die Wirtschaftsförderung für die Landkreise Lörrach und Waldshut

ELR - Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum

Das Förderprogramm für Unternehmen im ländlichen Raum

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Das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) unterstützt ländliche Gemeinden bzw. ländlich geprägte Orte in Baden-Württemberg in Ihrer strukturellen Entwicklung. Weite Teile der Landkreise Lörrach und Waldshut gehören zur förderfähigen Gebietskulisse.

Als „Strukturförderprogramm“ ermöglicht das ELR, Projekte in den Bereichen "Arbeiten", "Grundversorgung", "Wohnen" und "Gemeinschaftsreinrichtungen" zu fördern. Antragsberechtigt sind neben Kommunen und Privatpersonen auch Unternehmen, die in den Bereichen "Arbeiten" und "Grundversorgung" Zuschüsse beantragen können.

ELR – Förderung für Unternehmen

In den Förderschwerpunkten Arbeiten und Grundversorgung werden Unternehmensinvestitionen gefördert, die zukunftsfähige Arbeitsplätze sichern bzw. schaffen.

  • Die Erweiterung, Verlagerung, der Neubau oder die Modernisierung von Betriebsstätten.
  • Wichtig: Grunderwerb, kleinere Ersatzbeschaffungen (Maschinen, bewegliches Inventar) und Personalkosten sind nicht förderfähig.

  • Im Fokus steht die strukturelle Bedeutung für die Gemeinde im ländlichen Raum: Damit sind die Schaffung / Sicherung von Arbeitsplätzen vor Ort, Sicherung von Versorgung und Lebensqualität (v.a. im Bereich „Grundversorgung“) gemeint.
  • Ökologische Komponenten wie erhöhte Energieeffizienz oder verstärkter Einsatz von Holz als Baumaterial erhöhen die Qualität eines Antrags.
  • Im Bereich „Grundversorgung“ steht die Förderung von Einzelhandel und Dienstleistungsgewerben (inklusive Handwerk) zur Stärkung und Sicherung der wohnortnahen Versorgung im Fokus. Gefördert werden können z.B.: Gaststätten, Dorfläden, Metzgereien, Bäckereien, Allgemeinmediziner, Internist, Hebammen, Gynäkologen, Friseur, Bestattungsunternehmer, Zimmerer, Sanitär- und Heizungsbauer. „Grundversorgung“ umfasst Güter und Dienstleistungen des täglichen bis wöchentlichen Bedarfs einschließlich des unregelmäßigen und dringlichen oder lebensnotwendigen Bedarfs mit einem Kundeneinzugsbereich im Radius von max. 50 km.

Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitern (Vollzeit-Äquivalente). Verbundene Unternehmen (Tochterunternehmen, Filialen, Konzernmütter) sind dabei mit einzurechnen. Beispiel: Ein 10-Mann-Betrieb im Besitz eines Großkonzerns ist nicht antragsberechtigt.

  • Regelfördersatz sind 10 % der förderfähigen Ausgaben;
  • bei Verlagerungen aus Gemengelage 15 %;
  • im Bereich Grundversorgung 20 % (Unternehmen unter 10 Mitarbeiter 30 %).
  • Bei überwiegender Verwendung von Holz für bauliche Maßnahmen erhöhen sich die Fördersätze jeweils um 5 %.
  • In absoluten Summen beträgt die Höchstförderung 200.000 Euro, mit Holzzuschlag 250.000 Euro.

Das Antragsverfahren ist gegliedert in die folgenden Schritte:

  1. Unternehmen stellen Ihren Antrag über die Gemeinde bis Ende September des laufenden Jahres. Antragstellern wird empfohlen, frühzeitig ihre Gemeinde und das zuständige Landratsamt zu kontaktieren, um die Anträge vorzubereiten; einige Gemeinden legen dazu eigene Abgabefristen wie z. B. Ende August fest.
  2. Antragsprüfung durch das Landratsamt
  3. Erstellung einer kreisweiten Prioritätenliste durch den Koordinierungsausschuss im Landratsamt
  4. Entscheidung durch Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR); ca. Mitte Februar des Folgejahres
  5. Beantragung über die Hausbank bei der L-Bank
  6. Erhalt des Förderbescheids durch die L-Bank im Frühjahr/Sommer. Erst jetzt darf i.d.R. mit der Umsetzung der Maßnahme begonnen werden.

Ausführlichere Informationen sind auf der Internetseite der Regierungspräsidien erhältlich.


Entwicklungsprogramm ländlicher Raum (ELR) – „Spitze auf dem Land“

Mit der im ELR angesiedelten Förderlinie „Spitze auf dem Land! Technologieführer Baden-Württemberg“ werden innovative Unternehmen gefördert, welche von besonderer Bedeutung für den ländlichen Raum sind und aufgrund ihrer Kompetenz und Innovationsfähigkeit das Potenzial zur Technologieführerschaft haben.

  • Unternehmensinvestitionen in Gebäude, Maschinen und Anlagen, die zur Entwicklung und wirtschaftlichen Nutzung neuer Produktionsverfahren, Prozesse, Dienstleistungen oder Produkte dienen.
  • Die Investition muss mindestens ein für das Unternehmen neues Produkt / eine neue Dienstleistung zum Ziel haben (ansonsten ist eine Förderung nur über das reguläre ELR möglich).

Mit dem Förderprogramm soll die Innovationskraft des Landes in der Fläche erhalten und gestärkt werden.

  • Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitern (Vollzeit-Äquivalente). Verbundene Unternehmen (Tochterunternehmen, Filialen, Konzernmütter) sind dabei mit einzurechnen. Beispiel: Ein 10-Mann-Betriebe, der im Besitz eines Großkonzerns ist, ist nicht antragsberechtigt.
  • Die Unternehmen müssen das Potenzial zur Technologieführerschaft bei ihrem Produkt / ihrer Dienstleistung haben.

Betriebe mit weniger als 50 Mitarbeitern erhalten 20 % der förderfähigen Kosten; Betriebe mit 50-99 Mitarbeitern 10 %. Die Mindestförderung beträgt 200.000 Euro, die Maximalförderung 400.000 Euro.

  • Der Antrag wird über die Gemeinde eingereicht.
  • Das Landratsamt reicht zum Antrag eine Stellungnahme an das Regierungspräsidium.
  • Eine Beantragung ist ganzjährig möglich. Landesweit werden Anträge bis Ende Februar und Ende August gesammelt und anschließend vom Ministerium beschieden.

Ausführlichere Informationen sind auf der Internetseite der Regierungspräsidien erhältlich.


Sie haben Fragen? Sprechen Sie uns an!

Ansprechpartner für die Antragstellung sind immer die Gemeinden, in denen die Investition stattfindet. Für grundlegende Fragen oder ein klärendes Vorabgespräch stehen wir Ihnen als regionale Ansprechpartner gerne zur Verfügung.

Martina Hinrichs
Tel. 07621 410-3010
martina.hinrichs@loerrach-landkreis.de
Palmstraße 3
79539 Lörrach

Louisa Zeller
Tel 07621 410 3011
louisa.zeller@loerrach-landkreis.de
Palmstraße 3
79539 Lörrach